Die neue Angriffslust im Wahlkampf – Negative Campaigning im deutschen Mehrparteiensystem

Im vergangenen Jahrzehnt sind politische Debatten in Deutschland zunehmend von aggressiven Wahlkampagnen geprägt. Persönliche Angriffe, harte Rhetorik und bewusste Zuspitzungen, sogenanntes Negative Campaigning, machen die politischen Debatten konfrontativer. Unter Negative Campaigning wird jede Form öffentlicher Agitation verstanden, die Kandidat*innen im Wahlkampf gegen ihre Konkurrenz richten. Das kann persönliche Angriffe, programmatische

Zwischen Anspruch und Realität: Diskriminierung rassifizierter Wissenschaftlerinnen in europäischen Hochschulen

Der Beitrag beleuchtet die Diskrepanz zwischen dem Selbstbild europäischer Hochschulen als diskriminierungsfreie Orte und den Erfahrungen rassifizierter Wissenschaftlerinnen. Anke Lipinsky, Bruna Cristina Jaquetto Pereira, und Vilana Pilinkaitė Sotirovič weisen in ihrer gerade erschienenen Publikation „Embracing Paradox Realities: Racially Minoritised Women and Gender-Based Violence in Higher Education“ auf der Grundlage qualitativer

Lost in Translation? Warum Sprache ein wesentlicher Faktor für eine verlässlichen Wissenschaft ist

Wissenschaftler*innen aus aller Welt arbeiten gemeinsam in einem Forschungsprojekt und wollen schließlich ihre Ergebnisse zusammentragen und publizieren – ein in der Wissenschaftswelt ganz alltäglicher Vorgang. Ebenso alltäglich ist, dass sich – obwohl sie bei ihren Ausführungen ihre Worte sorgfältig abwägen und jederzeit um Präzision bemüht sind – oft unbemerkt kleine

Wenn Wählen zur Geschlechterfrage wird

Angela Merkel war sechzehn Jahre Bundeskanzlerin. Während ihrer Regierungszeit konnten einige wichtige Gleichstellungerfolge erzielt werden, wie die Möglichkeit zur gleichgeschlechtlichen Heirat oder die Offenlegung des Gender Pay Gaps. Viele erhofften sich im Anschluss an ihre Regierungszeit mehr Geschlechtergerechtigkeit. Tatsächlich blieben misogyne Strukturen aber in der Öffentlichkeit erhalten, wie eine neue

Auswirkungen von Open Access auf wissenschaftlichen Impact: Ergebnisse des OASE-Projekts

Das Forschungsprojekt „OASE – Open-Access-Effekte“ untersuchte die Auswirkungen von Open Access auf den wissenschaftlichen Impact in verschiedenen Disziplinen. Es zeigte, dass Open Access, insbesondere Preprints, die Sichtbarkeit erhöht, das Publikationsverhalten jedoch stark von disziplinären Normen geprägt bleibt. The research project “OASE – Open-Access Effects” studied the impact of Open Access